Schröpftherapie

Schröpfen:

Das Schröpfen gehört zu den ausleitenden Verfahren und spielt in der Traditionellen Chinesischen Medizin und auch in der russischen Medizin eine große Rolle. Diese Behandlungsweise zählt zu den Reiztherapieformen und wird bei verschiedensten Erkrankungen angewendet. Sie zielt nicht nur auf die betroffenen Hautareale sondern auch auf Organe und den gesamten Organismus.
Bei einer Schröpftherapie werden spezielle Schröpfgläser auf die Haut gesetzt und ein Unterdruck erzeugt, wodurch die Durchblutung im Betroffenen Gewebe angeregt wird. Die Stoffwechselleistung der Zellen wird aktiviert, die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe verbessert. Durch diesen Reiz kann das Bindegewebe verstärkt durchblutet und die Organtätigkeit der korrespondierenden Organe stimuliert werden.


Schröpfkopfmassage:

Nachdem die Haut mit Öl eingerieben wurde, wird der Schröpfkopf behutsam um den zu behandelnden Hautbezirk verschoben. Durch diese Massage werden Verspannungen gelöst, der Stoffwechselprozess gefördert und ein Wohlbefinden ausgelöst. Die Schröpfkopfmassage ist eine sanfte Anregung für den Körper und somit auch gut für Kinder und empfindlichere Personen geeignet.


Unblutiges Schröpfen:

Beim unblutigen oder auch trockenen Schröpfen werden " kalte Gelosen " behandelt. Sie entstehen durch eine Minderversorgung des Gewebes und lassen sich als kalte Verhärtung ertasten. Durch den vorherrschenden Unterdruck im Schröpfkopf wird die Durchblutung angeregt und somit der Stoffwechsel verbessert. Die Stimulation der Hautrezeptoren nimmt auch Einfluß auf die inneren Organe. Der Schröpfkopf bleibt so lange auf dem entsprechenden Areal, bis sich die Haut rot-bläulich verfärbt und der Schröpfkopf vom Patienten nicht mehr als unangenehm empfunden wird.


Blutiges Schröpfen:

Anwendung findet diese Therapieform bei einer "heißen Gelose " . das Gewebe ist erhitzt und gerötet, es hat sich ein Gewebestau gebildet. Das Bindegewebe ist mit Blut überladen und Druck wird meist als angenehm empfunden. Die Viskosität, Fließeigenschaft, des Blutes steigt an, der Druck erhöht sich und saure Stoffwechselprodukte strömen nicht mehr ab, die Organzellen verschlacken.

Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Aufsetzen des Schröpfkopfes angeritzt, so dass das angestaute Blut austreten kann. Durch diese Blutausleitung werden die angestauten Blockaden gelöst und eine bessere Blutbewegung findet statt. Zusammengefasst verbessert das Schröpfen die Durchblutung, auch tief liegender Muskeln, den Stoffwechsel und die Regenerationsfähigkeit, den Abfluss von Lymphe und Schlacken. Schröpfen wirkt ausgleichend auf das Nervensystem, verbessert die Absonderung von Gelenkflüssigkeit. Es wirkt sich auch positiv auf den Kreislauf und die Blutzusammensetzung aus. Bitte beachten Sie, dass es nach einer Behandlung zu bläulichen Verfärbungen der Haut kommt. Das ist gewollt und zeigt den Selbstheilugsprozess an. Bitte ziehen Sie sich für die Behandlung bequeme Kleidung an und trinken Sie im Anschluß viel stilles Wasser, damit Schlacken besser ausgeleitet werden können.